Mehrmals im Jahr besuchten wir Tanzbälle:

Der Höhepunkt des Jahres ist für uns das Weihnachtsfest. Wir lieben die gemütliche Zeit, schmücken unsere ganze Wohnung, backen köstliche Plätzchen nach Rezepten, die zum Teil noch von meiner Oma stammen und zünden abends das Feuer im Kamin an. Jeder findet wunderbare Geschenke und kleine Überraschungen für die anderen, und mein Vater und schmücken den Weihnachtsbaum, während meine Mutter die Gans brät und Rotkohl kocht:

1998 feierten unsere Eltern ihren 40. Hochzeitstag. Bianca und ich schenkten ihnen eine Reise an den Lago Maggiore, wo sie damals auch ihre Hochzeitsreise hin unternommen haben:

Und wieder einmal in Tönning:

Und eine Reise durch das wunderbare platte Land:

Besonders mögen wir Ausflüge in den Wald, hier ein Foto von Bianca und unseren Eltern aus dem Jahre 2001:

Hier ein Foto von unserer ganzen Familie in unserem Garten im Jahre 2001:

2002 schenkten Bianca und ich unseren Eltern zum Ersten Advent eine hübsche Weihnachtsfigur, über die sich die beiden sehr freuten:

2003 waren wir wieder in Dänemark. Hier besuchten wir den Hafen von Holbæk:


Wir sind alle glücklich darüber, einen Garten zu haben. Besonders lieben wir unseren Apfelbaum, der uns an heißen Tagen wohltuenden Schatten spendet. Im Herbst neigen sich die Zweige wegen der schweren Äpfel hinunter, dann fühlen wir uns wie in einem Iglu. Hier meine Mutter mit der kleinen Fussel unter dem Apfelbaum:

Im Spätherbst 2003 reisten wir alle zu einer Familienfeier nach Friedrichstadt. Hier stehen wir an Friedrichstadts Wahrzeichen, der Marktpumpe:

2004 war für uns ein völlig normales Jahr, das wir wie immer fröhlich und unbeschwert genossen. Niemand ahnte, dass meine Mutter bereits eine tödliche Krankheit in sich trug und nicht mehr lange leben würde, nicht einmal sie selbst. HIer der 46. Hochzeitstag am 4. März 2004:

Der letzte Muttertag:

Bianca und ich führten Schwesterntage ein, an denen wir beide alleine loszogen und etwas Besonderes unternahmen. Hier besuchten wir das Solinger Klingenmuseum:

Unsere Eltern machten im September einen wunderschönen Urlaub in Andalusien, den beide sehr genossen:

Der letzte Geburtstag meiner Mutter. Unser Vater, Bianca und ich sangen für sie aus Leibeskräften: Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an! Wie hätten wir auch wissen sollen, dass ihr Leben ein halbes Jahr später enden würde:

Hier am Fenster war ihr Lieblingsplatz. Hier konnte sie gemütlich fernsehen und hatte einen schönen Blick in den Garten und auf ihre Vögel, die sie regelmäßig fütterte und an denen sie viel Freude hatte:

Im Winter bauten meine Eltern und ich einen Schneemann. Wir hatten einen riesigen Spaß dabei, und er ist doch gut gelungen, oder?

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Im Januar 2005 fühlte meine Mutter sich nicht gut. Ende des Monats wurde sie krank, am 4. Februar wurde Darmkrebs mit Lebermetastasen festgestellt. Von der Operation hat sie sich nicht mehr erholt. Den 47. Hochzeitstag feierten wir im Krankenhaus, aber sie war so schwach und erschöpft, dass sie froh war, als sie wieder ins Bett konnte. Meine Mutter kam noch einmal für eine gute Woche nach Hause, um sich für die Chemotherapie zu erholen. Aber es ging ihr von Tag zu Tag schlechter, sie nahm rapide ab und wurde immer schwächer. Bald musste sie zurück ins Krankenhaus, zwei Tage später fiel sie ins Koma. Diese fünf Tage ihres Komas habe ich hauptsächlich bei ihr verbracht, ich habe ihre Hand gehalten, ihr von früher erzählt und aus ihrem Lieblingsbuch vorgelesen. Nur 6 ½ Wochen nach der schrecklichen Diagnose, am 23. März 2005, starb meine Mutter.
Ihr Tod hat bei uns eine Lücke hinterlassen, die nicht zu schließen ist. Wir werden nie vergessen, was sie alles für uns getan hat und für ihre Liebe und Fürsorge immer dankbar sein.
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Im Juli 2008 unternahmen mein Vater, meine Schwester Bianca, unser Hund Willi und ich einen wunderbaren Familienurlaub in Nordfriesland. Hier stehen wir wieder an der berühmten Friedrichstädter Marktpumpe, dieses Mal mit dem Blick auf die wunderschönen Friedrichstädter Häuser:
Hier stehen mein Vater, Bianca und Willi auf der "Steinernen Brücke", die zum Markt führt:

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Von meiner Mutter habe ich nicht nur die Liebe zu ihrer Heimat Nordfriesland geerbt, sondern auch die Liebe und das Interesse am Mittelalter. Schon immer faszinierten mich nicht die Könige und Fürsten, sondern die kleinen unbedeutenden Leute, von denen es kaum Aufzeichnungen gibt, und die heute so gut wie vergessen sind. Mich in das Leben dieser Menschen hineinzufühlen und ihre Geschichten aufzuschreiben, ist meine große Leidenschaft. Eine besondere Inspiration finde ich nicht nur in zahlreichen Fachbüchern und Dokumentationen, sondern bei Mittelalter-Veranstaltungen, die ich - zumeist in Solingen auf Schloss Burg - besuche, oft mit meiner Schwester Bianca zusammen. Hier meine Lieblingsfotos von mir im mittelalterlichen Gewande:

April 2007 auf Schloss Burg

Mehrmals im Jahr gibt es Burgbelebungen, bei denen die Wahre Bergische Ritterschaft zugegen ist.

Willi, der Drachentöter, begleitet mich im März 2008 nach Schloss Burg

Wir freuen uns: Dank Willi ist Schloss Burg endlich drachenfrei!
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Mai 2008: Wir besuchen Burg Satzvey
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Echte dänische Wikinger sind auf Schloss Burg:

Juni 2008

Ich habe die Ehre, den Wikingerkönig zu treffen.

Der Medicus: Ein wichtiger Mann!
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Ein großartiges Erlebnis für mich: Der Heider Marktfrieden im Juli 2008. Dithmarschen ist das Land meiner mütterlichen Vorfahren, und ein dortiger Mittelaltermarkt war für mich ein ganz besonderes Vergnügen. Mit von der Partie waren meine Schwester Bianca und der Historiker Rüdiger Möller aus Wesselburen, mit dem wir verwandt sind. Wir haben dieselben Ururgroßeltern, die im Jahre 1877 in Büsum geheiratet haben. Wir stammen von den verschiedenen Nachfahren ab und haben uns gefunden, da wir beide Ahnenforschung betreiben. Er erforscht die Linien Paschke und Kaleske aus Posen, die Adresse seine Homepage lautet: www.ruediger-moeller.de.

Hier wird die Gutenbergpresse erklärt:
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Im August 2008 fand in Solingen der erste Tjost seit ca. 500 Jahren statt. Es kämpften u.a. die Georgs-Ritter, die Ritter der Wahren Bergischen Ritterschaft und die Ritter von Burg Satzvey. Bei dieser großen Hitze entstanden in den Ritterrüstungen Temperaturen von etwa 60 Grad; die Kämpfe waren also eine ganz besondere Leistung.
Bianca und ich fanden natürlich das Wikingerschiff am schönsten:
Ein bestimmt echter mittelalterliche Rabe:
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Im Mai 2009 traf uns der nächste Schicksalsschlag. Meinem Vater ging es seit einiger Zeit nicht gut. Er hatte immer häufiger Angina-pectoris-Anfälle, die immer länger andauerten und immer stärker wurden. Außerdem nahm er stark ab und nichts schmeckte ihm mehr richtig. Den 24. Mai 2009 haben wir sehr fröhlich verbracht; wir haben gegrillt, er hat mit Willi gespielt und Erdbeeren gegessen, wir haben gelacht und er hat von früher erzählt. Abends gegen 21.30 Uhr hatte er beim Duschen einen ganz schlimmen Anfall, und er fühlte sich ganz kraftlos. Er ging ins Bett, weil er sich dort immer am besten erholte. Dort blieb sein Herz einfach stehen. Bianca und ich sind völlig hysterisch geworden, schließlich hatten wir bis vor wenigen Minuten zusammengesessen und miteinander gesprochen, nichts deutete darauf hin, dass seine letzten Minuten abliefen. Die Notärztin konnte meinen Vater wiederbeleben und er wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach vier endlosen Stunden durften wir nachts um halb zwei endlich zu ihm. Er wurde künstlich beatmet und war an viele Schläuche angeschlossen. Wir sollten nicht lange bleiben, weil noch einiges gemacht werden sollte. Schweren Herzens gingen wir nach wenigen Minuten, etwas ermutigt und hoffnungsvoll durch die Aussagen der Krankenschwester. Um vier Uhr morgens kam der Anruf aus dem Krankenhaus; mein Vater hatte wieder einen Herzstillstand, er wurde wiederbelebt, aber der Blutdruck kam nicht mehr hoch. Bianca und ich waren innerhalb einer guten Viertelstunde im Krankenhaus, aber es war zu spät. Fünf Minuten nach dem Anruf war er gestorben. Die Krankenschwester drückte mir den Ehering in die Hand und brachte uns in den "Raum der Stille", wo wir lange bei unserem Vater saßen, seine kalte Hand hielten und weinten.
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Es ist schwer zu begreifen, dass wir nun keine Eltern mehr haben. Unsere Eltern waren immer die Jüngsten unter ihren Geschwistern; sie waren fröhlich und fleißig, konnten ihr Leben genießen, lachten viel und gaben uns so viel Liebe. Und beide waren ihr Leben lang außergewöhnlich gesund. Es ist merkwürdig, dass meine Mutter innerhalb von 6 1/2 Wochen und mein Vater innerhalb von 6 1/2 Stunden starb - sechs Stunden vor der seit fünf Monaten ersehnten Herzuntersuchung, auf die wir große Hoffnungen gesetzt hatten.
Bianca und ich hätten keine besseren Eltern haben können.
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Mama und Papa - habt Dank für alles.
Wir lieben Euch und werden Euch nie vergessen.
Eines Tages wird es ein Wiedersehen geben!!
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Auf einem Grabstein des mennonitischen Friedhofes in Friedrichstadt habe ich einmal folgenden Spruch gelesen:
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Wie die Liebe zu Euch, so die Trauer um Euch!
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Das ist es, was wir als Hinterbliebene empfinden - wir haben unsere Eltern sehr geliebt und trauern nun auch grenzenlos um sie. Unser Leben wird nie wieder so unbeschwert und schön sein wie früher...
Mein Vater war 2. Vorsitzender bei der
Marinekameradschaft Solingen
Beim letzten Schützenfest ist mein Vater Schützenkönig geworden.
Am letzten Osterfest hat mein Vater noch ein Osterfeuer im Kamin gemacht.
Willi und Papa
Der letzte Geburtstag, er wurde 76 Jahre alt
Noch ist Willis Welt in Ordnung, er hat seinen besten Kumpel noch...
Das letzte Foto von meinem Vater. Zwei Tage später starb er.
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Im August 2009 besuchte ich meinen Onkel Alo in Baden-Baden. Wir haben u.a. eine Tagestour ins Elsass unternommen und besuchten die mittelalterliche Stadt Riquewihr. Wunderschön, nur leider sehr überlaufen:
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Ein weiteres Hobby von mir ist es, die Natur zu fotografieren. Dies sind Fotos aus unserem Garten:
Herbst 2009
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Als meine Eltern 1985 die ostpreußische Heimat meines Vaters besuchten, nahm meine Mutter einen winzigen Setzling mit und brachte ihn in ihrer Handtasche mit. Aus diesem Setzling ist diese prächtige Tanne gewachsen.
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Winter 2009/2010
Willi scheint genervt zu sein, dass der Winter nun schon so lange anhält...
15.02.2010
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Etwas Schöneres kann ich mir nicht vorstelllen, als unter meinem geliebten Apfelbaum zu sitzen, Willi neben mir - und an meinen Geschichten zu schreiben. Ist das nicht ein herrlicher Arbeitsplatz?
Willi hört sich manche Stellen meines Buches kritisch an:
Auch meine Rabenfreunde kommen regelmäßig auf Besuch;
sie hören am liebsten meine neuesten Rabengeschichten:
Ein echter Hund darf sich auch mal dreckig machen:
In unserem Garten; Juni 2010
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Im Juli 2010 reisten Bianca, Willi und ich wieder "nach Hause", nach Nordfriesland. Der Höhepunkt war wieder einmal die Fahrt nach Rømø, wo Willi schwer mit der Brandung zu kämpfen hatte:
Willi ist erschöpft nach einem anstrengenden Tag am Meer!
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Nach so viel Aufregung muss Willi sich unbedingt entspannen und erholen...
... aber er verliert dabei nie den Durchblick: